Der Draw: Gut, aber schwierig!

Vielgeliebt und schwierig zu erlernen. Der Draw ist einer der sichersten Safe-Your-Soul-Schläge den man beherrschen kann. Warum er so wichtig ist und was ihn ausmacht.

Starker Wind von links? Ein Dogleg? Wasser auf der linken Seite? Oder wäre einfach ein bisschen mehr Roll, ein etwas längerer Ball gerade wichtig? All diese Situationen lassen sich mit einem stabilen Draw hervorragend meistern.

Stabile Linkskurve gefällig?
Wir kennen ihn alle von den großen Turnieren, wo er schon oft schwierige Situationen in großartige Erfolge verwandelt hat: Den Draw. Viele Golfspieler würden ihre Großmutter verkaufen um einen stabilen Draw zu spielen. Was macht diesen so berühmten Golfschlag aber genau aus?

Was ist ein Draw?
Der Draw beschreibt eine Flugkurve von rechts nach links (für rechtshändige GolferInnen). Im Impact startet der Ball etwas rechts vom Ziel bevor er von rechts kommend am Ziel landet.
Nicht zu verwechseln mit dem Hook, der auch eine Linkskurve beschreibt, aber links startet um danach weiter nach links zu fliegen. Ein Hook ist im Allgemeinen nicht das Ergebnis jahrelangen Übens, sondern resultiert einfach aus einem falschen Schwung. Das Gegenteil des Draw ist der Fade, hier startet der Ball links und nimmt eine geräumige Rechtskurve Richtung Ziel, die verunglückte Variante dazu heißt Slice – die allermeisten Anfänger kennen diese Schlagvariante aus eigener Erfahrung.

Was kann ein Draw?
Zu den günstigen Eigenschaften des Draws gehört es, dass der Ball aufgrund der spezifischen Flugkurve länger wird und mehr Roll annimmt als ein gerade gespielter Ball. Das unterscheidet ihn vom Fade, der oft kürzer sein kann als ein gerade fliegender Ball. Noch wichtiger beim Draw ist die Flugkurve selbst. Bei Hindernissen auf dem Fairway oder Doglegs nach links ist es mit einem perfekt sitzenden Draw möglich, die Landezone zu vergrößern oder das Rough oder Hindernis zu vermeiden. Auch bei Annäherungsschlägen auf das Grün kann der Draw von großem Vorteil sein. Das wenn das Grün auf der linken Seite von einem Bunker oder Wasser geschützt wird. Bei von links kommendem Wind ist der Draw ebenfalls von massivem Vorteil weil ein gerade gespielter Ball leichter rechts abdriften würde.

Ist es aufwändig den Draw  zu erlernen?
Einen stabilen Draw spielen zu können erfordert einige Übung und Schwungverständnis. Selbst Professionals geben hin und wieder zu dass es zu den höheren Weihen im Golf gehört, diesen Schlag auf Abruf und selbstverständlich abspulen zu können. Diese Tatsache resultiert vor Allem daraus, dass der Schlag oft dem eigenen Bewegungsablauf beim Schwung widerspricht.

Natürlich kann der Draw mit genug Übung unabhängig von der Handicap-Klasse erlernt werden. Da das Setup und der Schwung etwas angepasst werden müssen, ist es jedenfalls hilfreich, wenn der eigene Golfschwung perfekt sitzt und das Körpergefühl sich auf die neue Herausforderung im Schwungablauf einstellen kann.

Wie gelingt der Draw?
Erfolg beim Erlernen bringen ausschließlich Prostunden und regelmäßiges Üben. Um aber dennoch einen Überblick über das Setup und den Draw-Schwung zu geben fassen wir hier die wichtigsten Punkte zusammen:

– Die Schlagfläche wird Richtung Ziel ausgerichtet.
– Die Füße sollten rechts vom Ziel ausgerichtet sein um einem Schwung eng am Körper Platz zu schaffen.
– Der Schläger wird bewusst eng am Köper entlang geschwungen. Der Schwungpfad folgt eher einer Drehung um die rechte Schulter und kommt weniger von oben, um eine Innen-Außen-Schwungbahn herzustellen.
– Die Schlagfläche steht im Impact etwas geschlossen und verursacht so den Linksdrall.
– Der Ball startet rechts vom Ziel.

Und so erklären es die richtigen Spezialisten: Gary Player und Bernhard Langer zeigen wie der Draw funktioniert:

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