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Cactus Tour, bitter aber wahr: In den USA wird weiter Profigolf gespielt

Die Cactus Tour, eine Mini-Damen-Tour in Arizona und Kalifornien macht dieser Tage munter weiter.

Panorama Sport - März 2020 von Klaus Nadizar
Cactus Tour, bitter aber wahr: In den USA wird weiter Profigolf gespielt

Seltsam, aber das haben wir ja auch in Österreich erlebt: Die Top-Ligen wissen, was zu tun ist und ganz unten wird fröhlich weiter gemacht. Fatal aber wahr, es gab sogar Facebook-Postings, wo dezidiert für Kinder-Ostergolf-Camps geworben wurde. In Deutschland. Ein paar harsche und zu recht kritische Postings später war der Spuk wieder vorbei.

In den USA dagegen, in Phoenix Arizona, wird weitergespielt, als wäre nichts gewesen: Die Cactus Tour, bei der je nach Größe des Feldes bis zu 20.000 Dollar Preisgeld ausgeschüttet werden, spielt ein Drei-Tages-Event und wirbt auf der Webseite damit! Das Argument der Verantwortlichen. Es fänden ja demnächst auch Vorwahlen hier statt, wo demnächst viele Leute zusammenkommen. Warum also das Turnier absagen?

33 Spielerinnen, darunter auch prominente Namen wie Cheyenne Woods oder Anna Nordqvist, haben für das Turnier in Moon Valley genannt. Während Woods zurückgezogen hat, ist Nordqvist weit vorne am Leaderbord zu finden. Interessanterweise fällt auch immer wieder Homepage der Mini-Tour aus.

Cactus Tour, bitter aber wahr: In den USA wird weiter Profigolf gespielt
Solheim Cup-Hero Anna Nordqvist spielt trotz Corona-Krise (Photo by Matt Roberts/Getty Images)

Wenn man bedenkt, dass Profi-Sportler immer als Vorbilder auftreten sollten, ist diese Entscheidung nicht nachzuvollziehen. Und Sport auch die tollste Nebensache der Welt ist und für die nötige Ablenkung in schwierigen Zeiten sorgt. Es gibt aber Momente, wo der Golfsport in seinem Halfwayhäuschen verschwinden sollte, und die Runde erst wieder aufnehmen sollte, wenn das Gewitter vorbei ist.

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