Die Stars des Shot Clock Masters

Der Fixtermin für Golffreunde in Österreich: Das Shot Clock Masters im Diamond Country Club in Atzenbrugg bringt nicht nur eine Weltpremiere, sondern auch Weltklasse Sportler nach Niederösterreich.

Das Starterfeld des Shot Clock Masters kann sich sehen lassen und bringt eine aufregende Mischung aus Topgolfern nach Österreich. So ist im Tullnerfeld nicht nur der Wahlösterreicher Miguel Ángel Jimenez zu bewundern, sondern auch das nordirische Wunderkind Tom McKibbin. Jimenez sicherte sich beim Regions Tradition im Greystone Golf & Country Club in Alabama Mitte Mai seinen ersten Major-Titel auf der PGA Tour Champions und ist gern gesehener Stammgast in Atzenbrugg. Darüber hinaus sollte man den 15jährigen Tom McKibbin nicht versäumen. Er gilt als eines der größten Talente im Golfsport und wird in Atzenbrugg sein Debüt auf der European Tour feiern.

Miguel Angel Jimenez

Auch die heimischen Heroes Matthias Schwab, Sepp Straka und Markus Brier stehen alle auf der Entry List, sowie die internationalen Topstars Nicolas Colsaerts, Sören Kjeldsen oder Lee Westwood, seines Zeichens 6-facher Ryder-Cup-Sieger und Gewinner von 23 European-Tour-Turnieren.

Lee Westwood

Die gesamte Entry List

Über das neue Shot Clock Format

Tom McKibbin

Tom McKibbin & Sir Nick Faldo

Beim Shot Clock Masters im Diamond Country Club wird es neben der Weltpremiere im Golfsport – nämlich der Einführung der Shot Clock – auch ein viel beachtetes Debüt geben. Golfhoffnung Tom McKibbin hat eine Einladung zur Teilnahme an diesem geschichtsträchtigen Turnier bekommen. Der 15-Jährige stammt aus Newtownabbey, einem Vorort der nordirischen Hauptstadt Belfast und ist auch Mitglied des Holywood Golf Clubs, dem Heimatclub von Rory McIlroy. Klar, dass der vierfache Major-Champion auch das große Vorbild des jungen Mannes ist. McKibbin hat die Golfwelt mit einigen internationalen Erfolgen beeindruckt. Heuer gewann er in den USA im Jänner etwa die Junior Honda Classic (U 18) und im März das Faldo Major Champions Invitational, bei dem er sogar mit einem Hole-in-One auf Loch 16 aufzeigen konnte. Bislang konnte er 16 lokale, nationale und internationale Turniere gewinnen, im Jahr 2015 siegte er als 12-Jähriger bei den US Kids World Championships.

Der Schüler der Royal Belfast Academy, der im vollen Namen Thomas James Campbell McKibbin heißt, war einer der jüngsten Spieler, die jemals auf der Challenge Tour abgeschlagen haben. 2016 nahm er mit 13 Jahren an den Nordirland Open teil, schaffte damals zwar nicht den Cut, konnte aber doch des Öfteren sein großes Talent unter Beweis stellen. Im selben Jahr erfüllte er sich auch einen langgehegten Wunsch: Er durfte mit Rory McIlroy beim Pro-Am des Dubai Duty Free Irish Open hosted by the Rory Foundation spielen.

Seinem Debüt auf der European Tour blickt McKibbin natürlich erwartungsvoll entgegen: „Es ist sehr aufregend, zum ersten Mal auf der European Tour zu spielen und besonders beim ersten Turnier dieser Art. Im Diamond Country Club aufzuteen wird eine unglaubliche Erfahrung für mich sein, aber ich freue mich auch darauf, die Shot-Clock-Technologie kennenzulernen und wie das alles ablaufen wird.“ Der Innovation kann er auf jeden Fall viel abgewinnen: „Ich bin für schnelles Spiel und halte mich für einen schnellen Spieler, daher denke ich, dass die Idee hinter dem Shot Clock Masters großartig für die Zukunft des Golfsports sein könnte.“ Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wie es dem „Wunderkind“ bei seinem Debüt auf der European Tour ergehen wird. Die Vorfreude ist erwartungsgemäß groß: „Ich bin der European Tour und den Veranstaltern des Shot Clock Masters dankbar dafür, dass sie mir diese Gelegenheit geben. Es ist mein Traum, in Zukunft auf der European Tour zu spielen und ich kann es kaum erwarten, das alles zu erleben und die Chance zu nutzen, von den Spielern beim Turnier so viel wie möglich zu lernen.“

Matthias Schwab über sein aktuelles Golf und die Shot Clock Masters:

Das Jahr 2017 hatte es für Matthias Schwab in sich: Beim Turnier in Atzenbrugg gab er sein Profidebüt, wenige Monate später sicherte er sich über die Tour School die Spielberechtigung für die European Tour. Österreichs Nummer 2 zeigt sich dabei seit Saisonbeginn relativ konstant und beeindruckt zwischendurch immer wieder mit sehr guten Runden. Das Ziel für das Heimturnier ist für den Steirer klar: Nach Platz 43 im letzten Jahr will er heuer definitiv noch weiter nach vorne im Klassement.

Wenn wir aufs vergangene Jahr zurückblicken, als du im Juni 2017 in Atzenbrugg erstmals als Profi abgeschlagen hast: Es hat sich sehr viel getan in diesem einen Jahr. Was hat sich für dich am meisten verändert? Wie zufrieden bist du mit deinem ersten Jahr als Profi?

Ich hatte ein interessantes erstes Jahr als Profi mit vielen neuen Erfahrungen. Es war sicher die golfreichste Zeit, die ich bis jetzt in meiner Karriere hatte. Jetzt als Profi bin ich fast jede Woche unterwegs, spiele auf tollen Plätzen und habe Spaß bei der Sache. Es war ein gutes erstes Jahr, aber zufrieden ist man als Sportler eigentlich nie.

Was waren die Highlights bislang für dich in diesem einen Jahr?

Das erste Highlight war natürlich die erste Turnierwoche als Profi, das hat sich terminlich schön mit Atzenbrugg ergeben, was schon gut gepasst hat. Die Qualifying-School war sicher ein Highlight und auch die Indian Open mit Platz 4 waren top.

Hat dieses erste Jahr als Profi ungefähr deine Erwartungen erfüllt? Oder ist einiges doch anders gekommen?

Ich hatte wenig Erwartungen am Anfang. Ich konzentrierte mich letztes Jahr bis zum Schluss auf die Uni und das Golfteam in den USA, hatte also kaum Zeit, mir Gedanken über die ersten Monate als Profi zu machen. Und als ich dann Profi wurde, ging es bei jedem Turnier stressig zu, da hatte ich auch kaum Zeit, mir den Kopf über Dinge zu zerbrechen, die nicht in meiner Kontrolle sind.

Das European-Tour-Turnier in Atzenbrugg trägt heuer den Titel „Shot Clock Masters“ und sorgt für eine Weltpremiere: Erstmals wird bei einem Turnier bei jedem Spieler und bei jedem Schlag eine Shot Clock eingeführt. Wie stehst du zu dieser neuen Regelung?

Ich bin ein großer Befürworter dieses neuen Formats, alles was die Tour machen kann, um das Spiel zu beschleunigen, finde ich gut. 5-Stunden-Runden passieren viel zu oft, sind auch wirklich nicht unbedingt lustig, sondern eher anstrengend. Deshalb sehe ich diesen Test als positiv.

Zählst du dich zu den eher langsameren Spielern oder zu den schnelleren Spielern auf der Tour?

Ich würde schon sagen, dass ich einer der zügigeren Spieler auf der Tour bin. Ich erwarte mir keine Probleme mit dem Format und der Shot Clock.

Wie sehr lässt du dich von einem Flightpartner, der augenscheinlich zu langsam spielt, irritieren und ablenken?

Das hat auf mich überhaupt keinen Einfluss. Wenn ein Flightpartner zu langsam ist, dann kommt eh ein Referee und weist den darauf hin. Als Mitspieler von langsamen Spielern muss man einfach über den Dingen stehen und cool bleiben.

Ändert sich für dich heuer in Atzenbrugg etwas oder gehst du mit der gleichen Einstellung und Erwartungshaltung wie im Vorjahr ins Turnier?

Für mich ändert sich gar nichts. Ich schaue von Turnier zu Turnier und gebe jede Woche mein Bestes, kämpfe um jeden Schlag und schaue, was am Ende dabei herauskommt.

Was ist deine Zielsetzung für die heurige Saison? Wo willst du am Ende der Saison stehen?

Ich will die Karte für die European Tour behalten.

Wieviel Zeit bleibt dir derzeit neben dem Golf eigentlich? Du bist ja beim Bundesheer, wie oft musst du einrücken bzw. deinen Dienst versehen?

Ich bin jetzt beim HLSZ Rif in Salzburg und werde dort von Vzlt. Geiger super unterstützt und kann mich daher voll auf den Sport und das Training konzentrieren. Nach dem großen Trainingsrückstand, den ich im Jänner aufgerissen habe, komme ich nun immer besser in den Rhythmus.

Wie gestaltest du deine Tage, wenn du wirklich einmal frei hast?

Frei in dem Sinn habe ich eigentlich nie. Mein Team und ich suchen immer Wege, um besser zu werden. Zur Entspannung gehe ich gerne wandern oder spiele Fifa auf der Playstation.

Wie oft geht sich eigentlich noch eine Golfrunde mit der Familie aus?

Hin und wieder, wenn ich daheim bin. Aber es kommt doch eher selten vor, dass ich mit der Family eine Runde spiele. Wenn ich daheim bin, mache ich lieber etwas anderes mit ihnen.

Du hast zuletzt einen Fallschirmsprung absolviert. War das ein länger geplanter Traum für dich? Was sind Dinge, die du auf jeden Fall einmal machen bzw. erleben möchtest?

Das ist zufällig entstanden, da das Red Bull Skydive Team gerade in der Region trainiert hat und auch einen Tandemschirm dabei hatte. Das war sicher auf meiner Bucket List, war schon ein extrem cooles Erlebnis und kann ich nur weiterempfehlen.

Du bist auch sehr aktiv auf den Social-Media-Plattformen Facebook, Instagram und Twitter. Auf welchem Kanal bist du eigentlich am liebsten bzw. was verwendest du am öftesten?

Ich poste regelmäßig Updates, um meine Freunde und Fans auf dem Laufenden zu halten. Ich versuche auf allen Plattformen zu posten, denn damit erreiche ich die meisten Personen. Alle drei Plattformen haben ihre Vorteile und sind natürlich unterschiedlich in der Benutzung. Ich bin ein Fan von allen drei.

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